Anlässlich der ägyptischen Revolution: Filmvorführung von „Microphone“ von Ahmad Abdalla am Montag, 16.5.2011, 20.00 Uhr

In Anwesenheit des Regisseurs laden wir am Montag, den 16. Mai um 20.00 Uhr zur Filmvorführung von "Microphone", dem vielfach presigekrönten Werk von Ahmad Abdallah ins Hackesche Höfe Kino ein. Ahmad Abdallah über den Film: „Es geht um die Untergrund-Kunstszene in Alexandria und basiert auf wahren Erlebnissen junger Künstler, die sich im Film selbst spielen. Die Ägypter betrachten den Film mittlerweile als den Film der Revolution, weil er die Frage behandelt, inwiefern junge Menschen Veränderungen bewirken können und in der Lage sind, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. All die Probleme, die in dem Film dargestellt werden, haben einen sehr direkten Bezug zur Revolution, auch wenn natürlich niemand absehen konnte, dass eine Revolution tatsächlich stattfinden würde.“ (|+| ZEIT-Online, 12.5.2011). Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit dem ägyptischen Regisseur Ahmad Abdallah zu seinem Film und ein kleiner Empfang im Kino-Foyer statt.

Microphone – Ein Portrait der pulsierenden Künstlerszene Alexandrias
Nach einem mehrjährigen USA-Aufenthalt kehrt Khaled in seine Heimatstadt Alexandria zurück. Nichts ist mehr so wie es war. Seine damalige Liebe ist dabei, selbst zu emigrieren und auch die Beziehung zu seinem Vater scheint irreparabel zerstört zu sein. Erschüttert zieht Khaled umher und taucht unversehens in die subkulturelle Szene der Stadt ein: Hip Hop-Künstler, die auf den Gehsteigen auftreten, Rocksängerinnen, die von Hausdächern singen, Skateboarder, die die Stadt als ihre Bühne betrachten und Graffiti-Künstler, die mit ihren Bildern die Nacht bemalen. Hypnotisiert von den Erlebnissen, verändert sich sein gesamtes Leben…

„Microphone“ skizziert ein pulsierendes und authentisches Bild des künstlerischen (Untergrund-)Milieus Alexandrias. n

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Pressestimmen
„Microphone ist sowohl ein Spiel- als auch ein Dokumentarfilm – ein Film, der Einblick gibt in die Frustration einer Bewegung angesichts passiver Unterdrückung. Ägyptens pulsierende Kunstszene, die Inspirationsquelle für den Film war, steht voll und ganz im Zentrum.“ Cairo360

„Diese menschliche Konstellation, die auf einer Vielzahl von Details verschiedener scheinbar geschichtsloser Charaktere kreist, könnte ein neues Filmgenre begründen, das dem Vergehen der Zeit in blockierten Gesellschaften Rechnung trägt, der Einsamkeit und der Unmöglichkeit, Beziehungen einzugehen, den Teufelskreisen, mit denen sich diejenigen, die sich bewegen wollen, konfrontiert sehen. „Man verändert sich, ohne dass sich irgendwas ändert“, hört man gegen Ende des Films (…)." Hassouna Mansouri & Olivier barlet, Africultures

„Der Film ist ein offener Blick auf die Lage der arabischen Kunstszene und die Verhinderung ihres Erscheinens.“ Loft 965

„Die Schilderung eines zurückgekehrten Exilanten, der die Untergrund-Kunstbewegung in seiner Heimatstadt Alexandria entdeckt, ist hochgradig radikal im Kontext des zeitgenössischen ägyptischen und arabischen Filmschaffens.“ Variety

Der Regisseur
Ahmad Abdallah wird 1978 in Kairo, Ägypten geboren. In den 1990ern studiert er Musik, bevor er ab 1999 zum Film wechselt. Zunächst arbeitet er bei mehreren kommerziellen ägyptischen Produktionen und verschiedenen Dokumentarfilmen mit. Für „Heliopolis“, seinem ersten Langfilm als Regisseur, erhält er 2008 den Debüt Drehbuch Preis der Sawiris Stiftung in Kairo. „Microphone“ ist sein zweiter Film, der sich ihm, so Abdallah, regelrecht aufgedrängte, als er durch die Straßen Alexandrias herumschlenderte und überwältigt wurde von der kreativen Energie der Stadt und ihrer v.a. jungen Bewohner/innen. Zurzeit versucht Abdallah, in Ägypten eine unabhängige Produktionsfirma mit anderen jungen Filmschaffenden aufzubauen.

Preise    n

  • Bester Arabischsprachiger Film – Cairo International Film Festival
  • Bester Film – Alexandria International Film Festival
  • Tanit d’Or – Journées cinématograhiques de Carthage

nMicrophone
R: Ahmad Abdallah, EG, 2010, OEnglU
D: Khaled Abol Naga, Menna Shalabi
Ort: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin

Kartenreservierung: (030) 283 46 03
S Hackescher Markt, U Rosenthaler Platz
Eintritt: 7,50 €, Ermäßigungen über Berlinpass, Gildepass und Heavy User Card
(Weitere Informationen: www.hoefekino.de/preise-und-rabatte)nDie Veranstaltung wird gefördert von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin.

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